Stimmt es, dass die Frage der Endlagerung für atomare Abfälle weltweit noch nicht gelöst ist? Gibt es ein definitives Endlager, wenn ja, wo?

Nein, das stimmt so nicht. Erstens sind sich die internationale Experten einig, dass ein geologisches Tiefenlager die beste Lösung für die sichere Lagerung radioaktiver Abfälle ist. Über das «wie» besteht somit Einigkeit. Zudem gibt es bereits konkret umgesetzte Lösungen: So sind z.B. in Finnland und Schweden Tiefenlager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Betrieb und Tiefenlager für hochaktive Abfälle im Bau. In der Schweiz besteht mit dem Sachplan geologisches Tiefenalger ein klarer, politisch abgestützter und international als vorbildlich beurteilter Fahrplan. Der Bundesrat hat schon im Jahr 2006 die Tiefenlagerung als gelöst angesehen. Im übrigen hat die Schweiz noch genügend Zeit, sorgfältig eine sichere und tragfähige Lösung für die Lagerung der Abfälle auszuarbeiten: Die aus den Kernkraftwerken entfernten Brennelemente werden heute ins Zwischenlager nach Würenlingen gebracht, wo sie rund 50 Jahre auskühlen. Erst nach dieser Zeit können sie in ein Tiefenlager transportiert werden. Selbst wenn die Schweiz heute ein geologisches Tiefenlager hätte, wäre es zur Zeit noch leer.

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